Blog

16. Mai 2016
nach Harald
1 Kommentar

#4Days Prolog

Inzwischen fast traditionell fährt meine Frau mit den Kindern in den Herbstferien für einige Tage nach Südeuropa in den Kurzurlaub. Eigentlich sollte man meinen, dass das doch genau das Richtige für mich wäre, Mallorca oder Algarve, kurzerhand dort ein Rad leihen und ein „Trainingslager“ machen, während der Rest der Familie durch den Pool tobt. Ich bin mir aber sicher, dass das nichts für mich wäre. Nicht wegen der Umgebung, sondern wegen der Familie. Wenn ich schon mit denen gemeinsam anreise, dann mag ich mich nicht nach dem Frühstück verabschieden und zum Abendbrot mal wieder Hallo sagen.

Also musste für den Herbst 2015 ein anderer Plan her. Der Zeitrahmen gab 4-5 Tage vor. Im Grunde genau das, was ich mir für London-Edinburgh-London 2017 (LEL) eingeplant habe. Wie so oft gingen die ersten Überlegungen dann in Richtung einer Rundtour, die zu Hause beginnt und endet. Bald kam mir dann aber der Gedanke, dass ich in der Zeit auch Deutschland von Nord nach Süd durchqueren könnte. Zuerst hatte ich mir Passau als Zielort überlegt, um von dort mit dem Nachtzug wieder nach Hause fahren zu können. Wegen der zu diesem Zeitpunkt etwas konfusen Lage in den Grenzorten wegen der viele Flüchtlinge, habe ich einen Alternative in Augsburg gefunden.
Ok, Start Hamburg, Ziel Augsburg. Halbwegs direkt sind das „nur“ 700 Kilometer, das war definitiv zu wenig. LEL hat ca. 1400 Kilometer und 12.000 Höhenmeter. Also mussten Umwege her. Ich habe dann so geplant, dass ich in 4 Tagen in Augsburg bin und jeden Tag um die 350 Kilometer und 3000 Höhenmeter fahre.

Anja war dann so nett und hat für mich noch ein nettes Logo entworfen, das ich mir gleich auf mehrere Kleidungsstücke habe drucken lassen. Eine schöne Erinnerung!
IMG_20151021_172446

Als Etappenzielort habe ich mir jeweils eine Stadt mit einem Ibis Budget-Hotel ausgesucht. Ich mag diese Hotels ja tatsächlich gerne. Ich weiß, was mich dort erwartet, die Preise sind überschaubar und wenn man spät genug ankommt, ist die Mitnahme des Rades aufs Zimmer auch kein Problem – die Rezeption ist nur morgens und abends bis 22 Uhr besetzt. Danach verschafft einem die Kreditkarte den Zutritt.
Die Tour sollte mich also so durch Deutschland führen:
Hamburg-Bielefeld
Bielefeld-Kassel
Kassel-Würzburg
Würzburg-Augsburg
Screenshot 2015-10-06 09.50.45

Bezüglich der Ausrüstung bin ich das ganze sehr minimalistisch angegangen. Ich hatte keine Ersatzklamotten dabei, in den Taschen fanden sich nur Werkzeug und Ersatzteile, ein wenig Verpflegung sowie Powerbanks und Kabelage. Das war auch vollkommen ausreichend, auch weil ich mit dem Wetter ziemliches Glück hatte. Null Regen und schöne (herbstliche) Temperaturen zwischen 4 und 17°C.
Als Rad hatte ich das bewährte veloheld.icon genommen und wieder einmal war ich hochzufrieden mit der Wahl. Absolut problemfrei bin ich damit unterwegs gewesen. Nicht mal ein Plattfuss, gar nichts! :-)

IMG_20151023_064457

So, das war jetzt endlich der Einstieg zu meinem Bericht über die #4Days. Ich hoffe, dass ich jetzt bald auch die nächsten Teile schreiben werde … ;-)

Flattr this!

Karte der Transcimbrica Hamburg-Skagen-Hamburg

29. Februar 2016
nach Harald
14 Kommentare

#TransCimbrica

Es ist mal wieder Zeit für Großes. Zumindest für große Pläne. Der aktuelle große Plan sieht vor, dass ich ab Samstag, 5.3. von Hamburg-Blankenese nach Skagen und auch wieder zurück fahre. Ja, das kann man wohl getrost als großen Plan betrachten, wenn man weiß, dass es dabei nicht um eine zweiwöchige Radreise handelt. Ich will das Ganze in guten 4 Tagen abfahren. Abgefahren, oder?

Karte der Transcimbrica Hamburg-Skagen-Hamburg

Die Route. Dank an rajas und gpsies.com!

Skagen ist als Langstreckenziel hier in Norddeutschland schon lange für viele Leute auf der ewigen Liste, tatsächlich gemacht haben es meines Wissens eher wenige … Dank +Paule+ und Dat Muckelchen werden sich jetzt aber einige Leute dran machen, das auch in die Tat umzusetzen.

Das sind so um die 1350 Kilometer insgesamt, mit etwas Wahnsinn im Kopf nehme ich mir vor, das in rund 96 Stunden zu fahren. Also um die 340 Kilometer. Jeden Tag. Viermal hintereinander. Eigentlich sollte ich wissen, dass ich das nicht schaffe. Für meine Tour durch Deutschland im Herbst 2015 (ob ich jemals noch darüber schreibe? Selbst Ralf hat es mittlerweile aufgegeben, mich daran zu erinnern …) hatte ich mir auch 350km/Tag vorgenommen. Bereits am 1. Tag habe ich das auf 330 km gekürzt, am letzten Tag war ich mich 230 Kilometern auch nicht unzufrieden. Tja. Vielleicht war’s auch schlichtweg zu einfach und ich wollte mich nicht langweilen. ;-) Deshalb mache ich die Skagentour noch etwas schwieriger: Ich werde nicht in vorher gebuchten Hotels schlafen, sondern draussen biwakieren. Isomatte, Schlaf- und Biwaksack sollen mich durch die kalten Nächte bringen. Es wird ja nur leichter Frost erwartet.

Logo

Das #4Days-Logo vom Herbst 2015

Ok, es IST also wahnsinnig. Aber das Schöne: Bei mir kommen Wahnsinn und etwas Vernunft zusammen (hört, hört!). Mir ist jetzt schon klar, dass das ganze Vorhaben grandios „scheitern“ kann und ich irgendwann in einem Zug in Richtung Deutschland sitze. Scheitern in Anführungsstrichen, weil ich eigentlich nicht scheitern kann. Denn egal, was passiert: Ich werde es mit Spaß angehen. Und sei es, dass ich beim Zugfahren Spaß haben werde.

Aktuell sammele ich noch meine Ausrüstung zusammen, ich denke, dass ich alles in die beiden Lowridertaschen am AWOL bekommen werde. Mit dem Rad werde ich sicherlich keine Rekorde aufstellen, aber ich sitze gut drauf und ich denke, dass es mich problemlos durch die Gegend schaukeln wird.
Es deutet sich leider an, dass ich wohl auch Regenkleidung mitnehmen sollte. Nach 14 oder gar 16 Stunden auf dem Rad kann ich dadurch vielleicht verhindern, komplett nass und verkühlt in den Schlafsack klettern zu müssen. Vielleicht. Ob ich einen Kocher mitnehme, mache ich von den Packversuchen in den kommenden Tagen abhängig. Wenn nicht, muss es eben langen, wenn ich Warmes am Tag zu mir nehmen kann.

Nun denn, das mal als schnelle Info, was da kommen wird. Wie sonst auch, werdet ihr mich unterwegs live verfolgen können. Auf Facebook, Twitter und Instagram gibt’s dann das sonstige Social-Media-Programm.

Und das große Ganze zu dieser Tour findet sich dort: Transcimbrica.

Flattr this!

10. Februar 2016
nach Harald
22 Kommentare

n+1

Die Wenigsten wird es überraschen, ich plane schon wieder das nächste Rad. Es wird ein in doppelter Hinsicht besonderes Rad für mich werden. Zum einen wird es der erste Rahmen, der für mich gebaut werden wird, zum anderen wird es ein Titanrahmen werden. Seit ich mich eingehender mit dieser Radsache beschäftige, habe ich mir nur noch Stahlrahmen (Ausnahme: das Brompton) von der Stange zugelegt, die ich mir das Stück für Stück an meine Bedürfnisse angepasst habe. Damit bin ich auch immer sehr gut gefahren. Aber Titan reizt mich schon lange, über kurz oder lang „muss“ eh ein Rad auf dem Material in meine Sammlung. Ein Maßrahmen täte zwar weiterhin nicht Not, aber da ich mittlerweile einen sehr netten Online-Kontakt zu Mathias Scherer habe und ich seinen Sachverstand schätze, liegt es nur nahe, seine Dienste in Anspruch zu nehmen und mir ein Traumrad bauen zu lassen.

Tja, neues Rad, schön und gut, aber warum? Bei der Anzahl an Rädern, die ich bereits besitze, fällt die Antwort zugegeben etwas schwer … Es ist eben absoluter Luxus, dem ich mich damit hingebe. Mir schwebt ein Rad für die langen Touren vor, das den Bedürfnissen besser entgegenkommt, als es dem Rennrad, das veloheld.icon oder dem Allzweckrad, das Specialized AWOL gelingt. Und um welche Bedürfnisse handelt es sich? Dem Rennrad mangelt es an einer festen Beleuchtung und Schutzblechen, das AWOL ist etwas zu schwer mit der Nabenschaltung, Gepäckträgern hinten und vorne und dem riesigen, „gemütlichen“, Rahmen.
Im Grunde schwebt mir ein modernes René Herse-Rad vor. Nicht ganz so minimalistisch wie ein Rennrad, aber auch nicht so üppig ausgestattet wie ein Reiserad.

Also, hier mal aufgelistet, was ich mir bislang so denke:

  • Titanrahmen
  • mit Kupplungen für die Zerlegbarkeit?
  • Gabel aus Titan oder Stahl mit fest integriertem Porteur.
  • Porteur mit Halter für SON Edelux-Scheinwerfer und im Innern verlaufendem Lichtkabel.
  • Ausfallenden an der Gabel für den steckerlosen SON-Nabendynamo.
  • Für die Stromversorgung unterwegs soll ein Forumslader möglichst unsichtbar in den Gabelschaft.
  • Rücklicht ebenfalls von SON, Befestigung an der Sattelklemme.
  • 2 (oder doch 3?) King Cage-Flaschenhalter.
  • Bremsen: noch unentschlossen, ob Felge oder Disc. Es werden aber ziemlich sicher Bremsen von Paul Components.
  • Schaltung: SRAM eTap. Kabellos schalten, das will ich!
  • Klassischer Steuersatz von Chris King.
  • Sattelstütze und Vorbau vermutlich aus Alu. Da auch noch Titan könnte zu viel des Guten sein. Thomson vielleicht.
  • Als Lenker der Salsa Cowchipper. Ich mag die Rennlenker mit den leicht ausgestellten Lenkerenden. Greift sich gut.
  • Laufräder: kein absoluter Leichtbau, H Plus Son Archetype-Felgen, DD-Speichen, SON-Nabendynamo, Nabe hinten gut und leise, also keine Chris King oder Hope …
  • Reifen: Relativ breit, 32er sollten schon passen. Soma Supple Vitesse wären schön.
  • Sattel: Klassischer Flite. Oder mal einen Brooks C13 probieren?
  • Schutzbleche, die die Laufräder möglichst weit umschliessen.
  • Das Ganze bitte unter 12kg.
  • Als Krönung kommt dann noch eine Spurcycle Bell an den Lenker.

Wie ihr vielleicht merkt, ist das noch im „Rohbau“. Wer kommentieren mag und gute und interessante Alternativen vorschlägt, ist herzlich willkommen! (Aber keine Garantie, dass ich das dann auch umsetze. ;-) )

Flattr this!

30. März 2014
nach Harald
Keine Kommentare

30 Tage Rad fahren

Ich fahre gerne Rad. Ich fahre halbwegs viel Rad. Und trotzdem: Es gibt immer wieder Tage, da fahre ich gar kein Rad. Nicht einen Meter. An Tagen, wo ich viele andere Dinge um die Ohren hatte, ist das eigentlich auch ok. Aber es gibt auch Tage, an denen ich Zeit hätte und im Vorfeld auch motiviert zum Rad fahren gewesen bin. Und trotzdem bin ich nicht aufs Rad gestiegen.

Das will ich ändern. Das könnte ich ja einfach tun, indem ich fahre. Aber mittlerweile wäre das zu langweilig, also muss man nur die passende Webseite finden, die einen zusätzlich motiviert. Und da ist sie: 30 Days of Biking
Im April werde ich diverse meiner instagram-Bilder mit #30daysofbiking taggen.

Ich sehe also zu, dass ich im April jeden Tag Rad fahre. Damit muss ich keine Rekorde brechen, aber zumindest eine halbe Stunde auf dem Rad sollte doch täglich machbar sein.

In den vergangenen 3 Monaten gab es so 6-7 Tage pro Monat, die ich jetzt ‚füllen‘ möchte.

Ich bin gespannt, ob’s klappt!

Tag 1.

Tag 1.

Tag 2.

Tag 2.

Tag 3.

Tag 3.

Tag 4.

Tag 4.

Tag 5.

Tag 5.

Tag 6.

Tag 6.

Tag 7.

Tag 7.

Tag 8.

Tag 8.

Tag 9.

Tag 9.

Tag 10.

Tag 10.

Flattr this!

IMG_20140328_124009

26. März 2014
nach Harald
10 Kommentare

Mittsommernachts-Brevet

Dank Twitter kenne ich mittlerweile einige Menschen im Münsterland und in Ostwestfalen. Jedenfalls glaube ich, dass die Gegenden da so heissen. Kann aber auch ganz anders sein. Ist aber auch total unwichtig. Wichtig ist, dass diese Ecke da um die 300 Radkilometer von Hamburg entfernt ist. Und wenn ich von 300 Kilometern rede, dann liegt der Gedanke an ein Brevet natürlich nicht fern. Also, 300 Kilometer Richtung Süd-West. Schon mal gut. Aber weil die Leute da in diesen Gegenden ebenfalls gerne Rad fahren, haben die sich zur Teilnahme an einer RTF verabredet. Zu dieser RTF: Die Freckyo-RTF der RSG Warendorf-Freckenhorst (Ein toller Ortsname für Buchstabenschinder in Blogs!). Also Warendorf-Freckenhorst liegt in Ostwestfalen. Oder im Münsterland. Keine Ahnung. Aber Münster ist nicht so weit weg, also glaube ich mal, dass Warendorf-Freckenhorst im Münsterland liegt. Aber die RTF führt vielleicht nach Ostwestfalen. Und zurück ins Münsterland, nach Warendorf-Freckenhorst.

Und wenn die Leute diese RTF fahren wollen und ich bereits die 300 Kilometer dort hingeradelt bin, dann liegt es natürlich nahe, dass ich ebenfalls die RTF fahre. (Also falls sich da nicht noch irgendeine Helmpflicht versteckt. Aber ich habe bislang keine entdeckt.) Ich bin ja schon lange keine RTF mehr gefahren, aber früher bin ich fast immer die langen Strecken gefahren. Wäre in diesem Fall auch mein Plan. 150 Kilometer. Mit regelmässiger Verpflegung. Hui. Kenne ich ja gar nicht mehr. Dann wären wir mittlerweile also bei 300 + 150 Kilometer. 450 Kilometer. An einem Wochenende. Klingt gut. Aber 600 Kilometer klingt besser, nicht wahr? Also könnte ich nach der RTF doch einfach nach Bremen fahren. Mit dem Rad. Und von da aus dann mit der Bahn zurück nach Hamburg. (Ich sollte einen Zug nehmen, der in Hamburg endet. Sonst ist die Gefahr groß, dass ich einschlafe und erst in Kopenhagen aufwache. Mhm. Ich sollte einen Zug nehmen, der bis Kopenhagen fährt!)

Und was hat das jetzt mit Mittsommernacht zu tun? Um den Aufwand möglichst gering zu halten, will ich am Samstag Abend starten, die Nacht durchfahren und zum Start der RTF in Freckenhorst sein. Und der 21.06.2014 ist eben Mittsommer. Die kürzeste Nacht des Jahres. Praktisch, dann muss ich auch nicht so lange mit Licht fahren. Spart Strom.

Ich bin gespannt, ob das so klappen wird. 400 Kilometer bin ich schon mal am Stück gefahren, das waren 16 Stunden Fahrzeit. Für die 600 Kilometer sollte ich dann wohl so 24-25 Stunden + Pausen rechnen. Das wäre ein langer, langer Tag. Aber irgendwann muss ich so was ja mal machen. Die Idee gefällt mir, meine Frau spielt mit – also los!

Jan war so nett und hat mich mal mit diesem Button beschenkt. Passt hier ja ganz gut, denke ich. :-)
IMG_20140328_124009

Flattr this!

Bahnhof Travemünde Strand

10. Dezember 2013
nach Harald
2 Kommentare

Global Fatbike Day 2013

Ich war am 07.12.2013 an der Lübecker Bucht unterwegs. Weil irgendwer den „Global Fatbike Day“ ausgerufen hatte, ‚musste‘ ich natürlich auch los. Und weil es keine einfache Tour durch die umliegenden Wälder werden sollte, habe ich mir einen Strand gesucht. Denn immerhin sind Fatbikes ja für Sand und Schnee gebaut! Die erste Idee war damals der Strand vor St. Peter Ording. Das habe ich jedoch verworfen, da die Anfahrt mit der Bahn noch länger gedauert hätte. An der Lübecker Bucht war ich in knapp 2 Stunden. Ganz unproblematisch und bequem mit der Bahn. :-)

Am Hamburger Hauptbahnhof gab es noch ein wenig Schnee.

Am Hamburger Hauptbahnhof gab es noch ein wenig Schnee.


Die Fahrt mit der Bahn war bequem und pünktlich.

Die Fahrt mit der Bahn war bequem und pünktlich.


Ich bin dann die gut 25km von Travemünde nach Neustadt/Holstein gefahren. Soweit möglich immer auf dem Strand, aber das war nicht immer möglich. Das Wasser reicht teilweise direkt bis an die Steilküste heran.
Unten an der Steilküste.

Unten an der Steilküste.


Aber der Wanderweg oben auf der Steilküste war auch schön! Auf dem Hinweg lagen die Temperaturen bei 0°C und knapp darunter. So liess es sich auch auf dem Sand einfach fahren. Aber anstrengend ist es auch, die Tour kann ich wohl unter Kraft-Ausdauer-Einheit verbuchen …
Wanderweg oberhalb der Steilküste.

Wanderweg oberhalb der Steilküste.


Einem Haufen Spaziergänger habe ich wohl wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Immer wieder lustig, welche Reaktionen dieses Rad auslöst!
Bemerkenswert fand ich, dass die Lenkung noch träger wird, wenn man eine Thermoskanne voller Tee an die Gabel hängt und eine mit Pullovern, Werkzeug, Kocher und Verpflegung gefüllte Gepäckrolle am Lenker hängt.
Schmaler Trail durch das Schilf.

Schmaler Trail durch das Schilf.


Richtungsänderungen verlangten vollen Körpereinsatz. Der Kocher war zwar vollkommen übertrieben, aber ich habe es sehr genossen, mir bei einer Pause einen frischen Kaffee zuzubereiten. Ich brauchen jetzt aber endlich eine Kuksa!
Frisch aufgebrühter Kaffee! Vollkommen übertrieben - aber großartig!

Frisch aufgebrühter Kaffee! Vollkommen übertrieben – aber großartig!


Auf dem Rückweg kam ich ein paar Mal an die Grenzen mit dem Rad. Ein schmaler aufwärts führender Trail auf der Steilküste war vereist, da hatten selbst die dicken Reifen keinen Halt mehr und drehten durch. Später am Strand gab es dann einige Abschnitte mit lockerem Sand, der mittlerweile nicht mehr angefroren war. Weil er zudem von den Spaziergängern sehr zerwühlt war, war es dort höchst anstrengend zu fahren. Aber immerhin konnte ich noch fahren. :-)
Das war eine der schönsten Touren, die ich gefahren bin, sehr speziell in einer tollen Gegend. Das wird nicht das letzte Mal dort gewesen sein!
Schleswig-Holstein!

Schleswig-Holstein!

P.S.: Damit sind schon mal 2/3 der Pläne für den Rest des Jahres erledigt!

Strava

Flattr this!

Aufsatteln für die 2. Hälfte der Tour.

9. Dezember 2013
nach Harald
5 Kommentare

Berlin-Hamburg 2013

Vorgeschichte

Mehr als drei Wochen liegt diese Tour nun hinter mir – mehr als genug Zeit um diverse Details zu vergessen. Auch wenn Dagmar behauptet, ich würde nichts vergessen.


Und Martin gibt den Hinweis, dass ich die Bilder ja als Erinnerungsstütze heranziehen kann.


So werde ich’s machen …

Die Vorgeschichte dürfte ja mittlerweile bekannt sein, deshalb hier nur kurz: Nach diversen Malen, die ich von Hamburg nach Berlin gefahren bin, wollte ich diesmal in der Gegenrichtung fahren um die eher unschöne Einfahrt nach Berlin nach vielen Stunden im Dunkeln zu vermeiden. Hat geklappt!

Abfahrt von zu Hause morgens um 5:30 Uhr.

Abfahrt von zu Hause morgens um 5:30 Uhr.

Die Tour

Da ich die Tour wie so oft im Vorfeld angekündigt habe und einige Leute Interesse an der Mitfahrt angekündigt haben, wurde es dann auch eine neue Erfahrung für mich. Denn Michael saß morgens um 6:30 gemeinsam mit mir im EC nach Berlin.

Michael ist im Zug guter Dinge.

Michael ist im Zug guter Dinge.


Vom bewährten Ablauf „Eine Strecke mit dem Rad, eine Strecke mit der Bahn“ wollte ich nicht abweichen, eine Übernachtung tut bei dieser Strecke nicht not. Aber insgesamt verschob sich der Zeitplan damit um ca. 2 Stunden nach hinten, statt gegen 6:30 Uhr in Hamburg loszuradeln, ging’s diesmal erst gegen 8:30 Uhr in Berlin-Spandau aufs Rad. Dort trafen Michael und ich auf den Spandauer Thomas, der uns einige Kilometer begleiten wollte. Großartige Sache, ich habe mich sehr darüber gefreut!
Berlin machte anfangs auf bekannt sympathische Art auf sich aufmerksam, zwei- oder dreimal wurden wir freundlich angehupt … Aber bald liessen wir die bewohnten Gebiete hinter uns, was Thomas Angst macht (er hat es anders formuliert), so dass er (leider) wieder in Richtung Heimat abdrehte. Schnell noch ca. 400 Bilder geknipst und weiter ging es für Michael und mich.

Harald, Thomas und Michael.

Harald, Thomas und Michael.


Danke für die Begleitung, Thomas!

Danke für die Begleitung, Thomas!

Es war kühl (ich schätze so 5-6°C) und nebelig und viel sollte sich daran über sehr lange Zeit nicht ändern. Anders als es die Vorhersage vorsah, bekamen wir den ganzen Tag keine Sonne zu sehen. Aber es gab viele Tiere zu sehen. Kraniche, Reiher, Nachtfalter, Krähen, Gänse, Rehe – ganz wunderbar. Michael konnte ich manchmal auf solche Sichtungen hinweisen, er war (als Triathlet) aber mehr auf die Straße und das Fahren fokussiert. Bei mir fährt dann doch immer auch ein „touristisches Auge“ mit.
In Friesack gab es nach 55 Kilometern die erste kleine Pause, bei Michael mit einem Sockenwechsel verbunden.
Für mich war unterhaltsam, dass ich Michael mit meinen Erfahrungen der vorherigen Touren ‚belästigen‘ konnte. „Da habe ich letztes Jahr im Oktober wieder meine Ärmlinge angezogen! So warm war das!“ „Alter Brevet-Trick: Trinkwasser vom Friedhof. Hab ich hier in Quitzöbel gemacht!“

Überschuhe anziehen!

Überschuhe anziehen!


Mit ein wenig Gequatsche über Lilienthal und die „Allee der Depressionen“ schafften wir es nach Havelberg, wo wir an einer Bushaltestelle ein weiteres kurzes Päuschen einlegten. Um 50 Meter weiter noch ein viel kürzeres Fotopäuschen zu machen, weil der Blick auf die Altstadt doch zu schön war.

Pause Teil I.

Pause Teil I.


Pause Teil II. Havelberg.

Pause Teil II. Havelberg.


Das nächste Etappenziel war Wittenberge. Mir war mittlerweile klar, dass wir dort eine etwas längere Kaffeepause machen sollten, denn es wurde deutlich merkbar, dass Michael zwar bereits zweimal einen Ironman geschafft hatte, aber in den Wochen vor unserer Tour kaum auf dem Rad gesessen hatte. Ich ahnte, dass er heute noch ein wenig leiden würde …
In Wittenberge ging’s dann einmal kurz entgegengesetzt durch eine Einbahnstraße – einfach nur einen Track umzukehren, kann auch seine Tücken mit sich bringen.

Halbzeit

In Wittenberge ging’s dann zu McDonalds am westlichen Ortsausgang. Kaffee, Kuchen, Pommes, Wärme, WLAN.

Verpflegung.

Verpflegung.


Der #zombieraccoon war auch dabei. :-) http://www.bikecommutercabal.com/

Der #zombieraccoon war auch dabei. :-) http://www.bikecommutercabal.com/


So kann man 40 Minuten rumbringen. :-) Ich bin mir nicht sicher, ob uns die Leute am Nebentisch wirklich geglaubt haben, dass wir heute #BHH fahren werden oder ob sie uns nur für aufreisserische Angeber gehalten haben …
Inklusive der Pausen waren mittlerweile bereits 6,5 Stunden vergangen und wir hatten ziemlich genau die Hälfte der Strecke geschafft.

Aufsatteln für die 2. Hälfte der Tour.

Aufsatteln für die 2. Hälfte der Tour.

Langsamer als ich es mir vorgestellt hatte. Aber das war auch nicht schlimm, denn es war im Grunde vollkommen egal, wann wir in Hamburg ankommen. Hauptsache heil. Ich hatte zwar im Hinterkopf, dass es noch das Critical-Mass-Offlinetreffen im Café Knallhart an der Uni gibt, aber da hatte ich vorsorglich nicht fest zugesagt, sondern wollte eher als cooler „Überraschungsgast aus Berlin“ auftauchen. Beim nächsten Mal dann. ;-)
Michael hatte darum gebeten, dass wir jede Stunde eine kurze Gel-Pause einlegen mögen.

Gelpause in der Pampa.

Gelpause in der Pampa.


Dazwischen zogen wir als Zweiergespann durch die Gegend, Michael meist in meinem Windschatten. Unausgesprochen war mittlerweile das Kräfteverhältnis bei uns bei klar. Nachdem ich nach dem 400km-Brevet ein wenig mit meiner unsteten Fahrweise gehadert habe, zeigte mir die Situation jetzt, dass es auch ganz anders sein kann. Die einstündigen „Etappen“ und die „Verantwortung“ für meinen Hintermann liessen mich entspannt und rhythmisch fahren. Sehr schön!
Bei Dömitz hatte uns dann die Dämmerung erreicht, aber wir hatten beide ordentliche Beleuchtung dabei, so dass wir problemlos vorankamen. Zwischen Dömitz und Hitzacker war der Track aber relativ verwinkelt, so dass die Geschwindigkeit recht niedrig war, auch mit hellen Leuchten sind 90°-Kurven im Stockdunkeln eine kleine Herausforderung. Immer wieder ein Kontrollblick auf das Navi mit dem Track half aber recht gut einzuschätzen, wann der nächste Haken zu schlagen war.
Ab Hitzacker ging es dann entlang der Elbuferstraße. Nahezu ohne anderen Verkehr stellten sich dort nur der Kniepenberg

Bergwertung geschafft!

Bergwertung geschafft!


und die „einzige Serpentine nördlich des Harzes“ in den Weg. Die Umfahrung entlang der Elbe haben wir wegen der Dunkelheit lieber gemieden, Begrenzungspfähle und Straßenmarkierungen helfen schon ungemein gut, den Weg zu finden. Nahezu Neumond, dichte Bewölkung und Wald – da ist’s wirklich stockduster ausserhalb des Lichtkegels.
Bei der Bergwertung wurde der Leistungsunterschied zwischen Michael und mir noch mal deutlich. Ich selber bin nun wahrlich kein Bergfloh, aber ich war meist ein gutes Stück vor Michael, der sich aber zäh die Anstiege hochkämpfte.
Damit waren dann aber auch die geographischen Hürden dieser Tour abgehakt und es galt „nur noch“, die letzten 60 Kilometer hinter sich zu bringen. Dabei habe ich leider immer wieder Michael aus meinem Windschatten verloren, da gibt es noch Übungsbedarf bei mir, die Geschwindigkeit angepasst zu halten. Ich habe blöderweise mehrfach immer wieder unbewusst Gas gegeben, sobald ich den Lichtkegel von Michaels Lampe wahrgenommen habe. Und schon war wieder ein Loch aufgerissen. Nun ja, jahrelange Solofahrten machen für solche Dinge vielleicht etwas unsensibel …
das Gluckern der Elbe, das man von der Brücke in Geesthacht vernehmen konnte, sorgte noch für Freude, ganz besonders bei Michael, der sich auch vorher schon immer wie Bolle gefreut hatte, wenn er das Wasser zu Gesicht bekam.
Den kurzen Abstecher zum Altengammer Fährhaus habe ich dann noch Michael abgenötigt, denn das gehört für mich zu dieser Strecke unvermeidlich dazu. Auch wenn es da vollkommen unbeleuchtet im Dunkeln rumsteht!

Der 1. #BHH-Finisher feiert seinen Erfolg am Altengammer Fährhaus. Glückwunsch, Michael!

Der 1. #BHH-Finisher feiert seinen Erfolg am Altengammer Fährhaus. Glückwunsch, Michael!

Unterwegs hatte Michael noch den Ehrgeiz, an diesem Tag 300 Kilometer zu fahren, aber dafür hätte es noch weitere 30 Kilometer bis zu ihm nach Hause in Winterhude gebraucht. Wir waren uns aber recht schnell einig, dass die 10 Kilometer bis zum Bahnhof Bergedorf genug wären. ;-) So waren es am Ende 280 Kilometer. Für Michael ein neuer persönlicher Rekord und für mich wieder eine schöne Langstrecke.

Das gute veloheld.icon hat  sich wieder bewährt!

Das gute veloheld.icon hat sich wieder bewährt!


Das Zeitfahren Hamburg-Berlin ist sicherlich nicht tot, aber ich werde sicherlich nur noch in der Gegenrichtung fahren. Meine Hoffnung auf eine angenehmer zu fahrende Tour hat sich voll erfüllt!

Fakten

Bei solch einer Herbsttour ist sicherlich die Frage der Kleidung interessant. Uns wurde ein Tag ohne Niederschläge vorhergesagt, so dass ich keine Regenjacke dabei hatte. Aber von oben nach unten:

  1. Cap
  2. Buff
  3. dünnes Langarmshirt
  4. dickes Langarmshirt
  5. Langarmtrikot
  6. Windjacke
  7. Langfingerhandschuhe
  8. 3/4 Winterhose
  9. lange Merinosocken
  10. normale Rennradschuhe
  11. Neoprenüberschuhe
  12. nach der Hälfte habe ich mir einen Einmal-Zehenwärmer in die Schuhe getan

Wie seit langem hatte ich alles weitere in den Trikottaschen, 3 Brötchen mit Käse und Wurst, 3 Energiebomben, Akkupack, Werkzeug. Bewährt. Und dann noch 2 600ml-Isolier-Flaschen mit Pfefferminztee, die am Ende nicht komplett geleert waren.
Bei der langen Pause gab es 2 Stücke Kuchen, eine große Tasse Kaffee und eine große Cola für mich. Das letzte Brötchen gab es in der S-Bahn nach Hause und von den Energiebomben habe ich auch nur 1/4 verbraucht.

Fazit

Eine schöne Tour, die ich vielleicht mal wieder fahre, wenn ich keine Lust auf große Planungen habe. Der Track passt, die Herausforderung ist halbwegs gering und irgendwie bleibt es doch immer etwas Besonderes, einfach an einem Tag zwischen Hamburg und Berlin zu pendeln.
Es war jetzt keine schlechte Erfahrung, mal eine Langstrecke zu Zweit anzugehen. Aber ich werde jetzt nicht damit beginnen, mir immer Partner zu suchen, am Ende fahre ich doch am Liebsten mit mir selbst.

Strava

Flattr this!

Bianchi Caurus 906 wie ich es erworben habe

28. Oktober 2013
nach Harald
7 Kommentare

Bianchi Caurus 906

Manchmal kommt ein neues Rad schneller als man denkt …
Schon seit einiger Zeit trage ich die Idee mit mir rum, ein „klassisches“ Rennrad in meinen Fuhrpark zu stellen. Da das aber nur so eine Liebhaber-Geschichte ist, habe ich das Ganze nie mit großem Eifer verfolgt. Ich konnte und wollte einfach abwarten, bis das richtige Rad „zu mir kommt“. Und das ist letzte Woche passiert!

Auf Facebook flogen ein paar Bilder eines Bianchis rum, richtig schön in Celeste, mit Rahmenschalthebeln und schöner silberner Ausstattung. Da der aufgerufene Preis mit 250 € für mich gut aussah, habe ich gleich zugeschlagen.
Da das Rad in Hamburg war, bin ich gleich am nächsten Morgen zu Michael gefahren und habe mein neues Rad abgeholt. Da Michael wie ich auch eine etwas größere Vorliebe fürs Rad fahren hat und ebenso über einen Keller mit Werkstatt verfügt, war das Rad in gutem und fahrbereiten Zustand. Sehr schön!

Bianchi Caurus 906 wie ich es erworben habe

Bianchi Caurus 906 wie ich es erworben habe

Dennoch gibt es einige Dinge, die ich in der kommenden Zeit noch ändern werde:

  • Neuer Vorbau. Aktuell ist ein etwas lädierter Vorbau in gunmetal verbaut. Die Farbe passt zwar gut zu den Shimano Exage-Bremsen, jedoch nicht zur silbernen Sattelstütze. Deshalb habe ich einen silbernen Vorbau bestellt.
  • Neuer Lenker. Der schwarze Lenker passt ebenfalls wegen der Optik nicht. Wenig überraschend, werde ich einen silbernen Lenker verbauen.
  • Neue Pedale. Michael hatte einfache Plastikpedale drangeschraubt, mit denen ich natürlich nicht herumfahren will. Deshalb habe ich silberne Pedale mit Pedalhaken bestellt.
  • Neues Vorderrad. Die vordere Felge ist schwarz, die hintere silber. Man ahnt, was mich stört, oder?! ALso werde ich endlich wieder ein Vorderrad zum Einsatz bringen, das schon lange sein Dasein im Keller fristet. Von mir selber aufgebaut, mit silbernem klassischen SON als Nabe, DD-Speichen und einer einfachen Rigida-Chrina-Felge. So habe ich zwar noch keinen einheitlichen Laufradsatz, aber zumindest eine halbwegs passende Optik.
  • Weisses Lenkerband. Denn sonst stechen die weissen Hoods der Bremshebel zu sehr heraus, das darf doch nicht sein! ;-)

Das sollte es dann aber auch gewesen sein an Änderungen. Und dann muss ich nur noch damit fahren …

Flattr this!

Das kleine Besteck für die Rennradtour

21. Oktober 2013
nach Harald
3 Kommentare

Flickzeug

Ich stelle euch heute ungefragt mal mein Flickzeug für unterwegs vor.
Wegen der unterschiedlichen Räder und Transportmöglichkeiten habe ich zwei unterschiedliche Sets zusammengestellt.
Zum einen das große Besteck, dass ich bei mir habe, wenn ich genügend Platz in irgendwelchen Gepäcktaschen oder Messengerbags habe. Und dann die kleine Variante, die für die Trikottasche gemacht ist.

Basics
Immer dabei ist eine herkömmliche Luftpumpe, CO2-Luftpumpe, Flickzeug mit selbstklebenden Flicken, Reibe zum Aufrauen und einem Stück dicker Plastikfolie zum Verschliessen aufgerissener Mäntel, ein Ersatzschlauch, Adapter von Presta- auf Schrader-Ventil, Werkzeug zum Ausdrehen eines Ventils und ein Multitool.

Rennrad
Damit ist dann das Täschchen für die Rennradtour auch schon fast gefüllt. Es kommen nur noch etwas Geld, Ausweis und Fahrschein hinzu. Fertig.

Das kleine Besteck für die Rennradtour

Das kleine Besteck für die Rennradtour


Bis auf die herkömmliche Luftpumpe passt das alles in den silbernen Sack und der wiederum passt bestens in eine Trikottasche. Die Luftpumpe passt ebenso gut in eine Trikottasche.

Alle anderen Räder
Bei allen anderen Rädern schleppe ich etwas mehr mit, ganz einfach, weil ich da meist mehr Transportkapazitäten habe. Eine Tasche am Gepäckträger, ein Messengerbag, eine Satteltasche – meist ist etwas Voluminöses dabei, wo das Werkzeug gut unterzubringen ist.
Deshalb ist auch eine etwas größere Luftpumpe dabei.

Das große Besteck für Alltags- und Offroadtouren

Das große Besteck für Alltags- und Offroadtouren


Zudem ein Nippelspanner, ein 15-Ringschlüssel für die Muttern der Alfine11-Nabe an der Simpel Randonneuse, ein 10/11-Gabelschlüssel für die Befestigung des Riemenschutzes an der Randonneuse, Kabelbinder (vielleicht sollte ich davon auch einige in die Rennradtasche stecken, wenn ich da an Markus‘ Malheur bei London-Edinburgh-London denke!) und mehrere Reifenheber.

Mit den Dingen komme ich bisher ganz gut zurecht, wobei mir ganz böse Defekte unterwegs bislang glücklicherweise nicht passiert sind.

Die Multitools
Die beiden Multitools unterscheiden sich nur wenig voneinander. Diverse Inbusschlüssel, Schraubendreher, Griffschalen als Reifenheber und Nippelspanner haben beide. Die „kleine“ Variante hat ein Messer integriert, das „fehlt“ bei der „großen“ Variante. Diese hat wiederum einen Kettennieter (noch nie genutzt!) und einen Torxschlüssel dabei. Die Masse der beiden Varianten sind nahezu identisch, aber alleine wegen des Kettennieters kommt mir diese Variante groß vor.

Das "kleine" Multitool

Das „kleine“ Multitool


Das "große" Multitool

Das „große“ Multitool

Schläuche und Pumpen
Da es leider keinen Einer-für-alles-Schlauch gibt, muss ich eben auch für die unterschiedlichen Räder Schläuche mitnehmen. Ich habe hier mal die fotografiert, die ich dabei habe, wenn ich mit meinen Rädern oder mit denen meiner Frau unterwegs bin. Wenn die Kinderräder mit ins Spiel kommen, müssten da noch 18″-, 20″- und 24″-Schläuche dazugelegt werden …

Von links: 26" Fatbike - 26" Mountainbike - 28" Randonneuse - 28" Fixie/Rennrad

Von links: 26″ Fatbike – 26″ Mountainbike – 28″ Randonneuse – 28″ Fixie/Rennrad

Und ebenso habe ich auch Pumpen für verschiedene Einsatzzwecke.

oben zwei herkömmliche Luftpumpen, unten eine Gaskartusche und der dazugehörige Pumpkopf.

oben zwei herkömmliche Luftpumpen, unten eine Gaskartusche und der dazugehörige Pumpkopf.

Die Sachen haben sich mittlerweile alle bei mir bewährt, ich denke, dass ich damit noch einige Kilometer weit komme. :-)

Flattr this!

13. Oktober 2013
nach Harald
6 Kommentare

Pläne 2013

Ein paar Ideen habe ich noch für das Jahr 2013, was ich so auf dem Rad machen noch machen könnte.

Berlin-Hamburg

Nachdem gestern wieder Hamburg-Berlin stattgefunden hat, kam die Idee für Berlin-Hamburg wieder hoch.
Im letzten Jahr habe ich ja schon in meinem Bericht zu meinem privaten Hamburg-Berlin geschrieben:

Allein wegen der letzten 30 km werde ich Hamburg-Berlin wohl nicht mehr fahren, das ist einfach kein schöner Abschluß für solch eine ansonsten tolle Strecke.

Warum also nicht die ganze Sache umdrehen und von Berlin-Spandau nach Hamburg-Bergedorf fahren? Bis nach Bergedorf kommt man ja fast ohne städtischen Verkehr, das ist also ganz anders als die letzten Kilometer durch Spandau.
Jetzt brauche ich nur noch eine halbwegs angenehme Vorhersage für irgendein Wochenende im November und dann geht’s morgens um 6:28 Uhr mit dem Zug nach Berlin. In knapp 2 Stunden ist dann der Bahnhof in Spandau erreicht. Damit komme ich zwar viel später auf’s Rad als würde ich in Hamburg starten, aber dafür benötige ich morgens wenigstens keine Beleuchtung. ;-) Und ob ich abends jetzt um 18 oder um 21 Uhr ankomme, ist letztendlich dann ja auch egal.

Global Fatbike Day

Für die nächste Sache steht der Termin bereits fest. Am 07. Dezember 2013 ist der Global Fatbike Day. Von solchen Ideen lasse ich mich ja gerne mitreissen, also mache ich an dem Tag eine Tour mit dem Fatbike!
Die erste Idee war, endlich mal den Strand in Sankt Peter-Ording zu befahren. Mittlerweile habe ich diese Idee wieder verworfen. Warum? Ich will die Anreise mit der Bahn machen. Bis Sankt Peter-Ording kommt man zwar mit der Bahn, aber das bedeutet Umsteigen in Husum und insgesamt 3 Stunden Fahrzeit. Alternativ kann ich auch ab Husum mit dem Rad fahren, bleiben noch 2 Stunden Bahnzeit übrig. Eigentlich viel zu viel Zeit in der Bahn für einen Spätherbsttag mit nur wenig Tageslicht.
Deshalb kam mir heute die nächste Idee: Ostsee! In Travemünde-Strand ist man mit dem Zug schon in 80 Minuten – viel besser! Und zudem liegt einem der Strand dann gleich zu Füssen, das Fatbike ist also ganz schnell in seinem Revier. Bis Neustadt in Holstein sind es dann ca. 25 Kilometer, die man wohl nahezu komplett über den Strand fahren kann. Dort dann gemütlich in ein Café und gestärkt zurück nach Travemünde. Das sollte an solch einem Tag genügen (wer weiß, wie das Wetter wird …).
Ich hoffe, dass es klappt und dass ich von einigen Leuten mit und ohne Fatbikes begleitet werde. :-)

Rapha500

Und auch die wohl letzte große Sache des Jahres ist vom Termin her bereits klar: Rapha500! Wie in den vergangenen Jahren geht es um die Tage zwischen Weihnachten und Silvester, an denen man mindestens 500km Rad fahren ’soll‘.
2011 und 2012 habe ich da mitgemacht und es auch jeweils geschafft. Das wieder hinzubekommen, wäre doch sehr schön!
Mittlerweile ist auch klar, dass ich über Weihnachten wieder in Dänemark, an der Nordsee, sein werde. Bestimmt die Hälfte der 500km werde ich also auf dänischen Straßen einfahren können. Was freue ich mich!

Tja, es wird nicht langweilig werden in den kommenden Monaten! :-)

Flattr this!

Translate »