„Dunkelheit macht schnell“-Tour

Vormittags kam ich nicht in die Gänge und nachmittags war ich familiär eingespannt. Deshalb blieb mir nichts anderes übrig als mich in der Dämmerung auf den Weg zu machen. Gar nicht aufs Rad war diesmal keine Option, ich wollte unbedingt die 1000 km im April komplett machen. Gut, der April hat noch 2 weitere Tage, aber ich wollte ganz sicher sein, dass ich das Ziel erreiche …
Als die Kinder dann im Bett waren, ging’s raus. Ich wollte nicht ewig unterwegs sein, 39 km fehlten noch für die 1000 km, also war meine Wulfsmühlenrunde mit 42 km genau richtig.
Es dämmerte bereits, auch deshalb gab ich Gas. Die Strecke fahre ich mittlerweile fast im Schlaf, das ist bei der einsetzenden Dunkelheit bestimmt ein Vorteil gewesen. Denn trotz meiner guten Beleuchtung gibt es auch auf bekannter Strecke immer noch genügend Überraschungen im Dunkeln.

Mit Blitz ist's hell

Diesmal blieb ich glücklicherweise von größeren (unschönen) Überraschungen verschont, wäre es kein Nightride, hätte ich über diese Runde wohl nichts geschrieben. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, kam mir an der Wulfsmühle sogar noch ein anderer Rennradfahrer entgegen. Ich war wohl nicht der Einzige, der den halbwegs milden Abend mit 12°C genutzt hat. Ist das eigentlich normal, dass man bei entgegenkommenden LED-Lampen unterhalb der Lampe einen blauen Schimmer sieht? Oder ist das ein Problem meiner Augen?
Auffällig war noch, dass ich ziemlich zügig (für meine Verhältnisse) unterwegs war. Einen guten 28er-Schnitt hatte ich schon länger nicht mehr auf dem Tacho. Das lag bestimmt an meiner recht guten Form, das Wintertraining zahlt sich doch aus, aber auch an den bisher besten Bedingungen in diesem Jahr. Und nicht zuletzt auch an der Dunkelheit. Es war jetzt keine Angst, die mich getrieben hat, aber es ist doch schon etwas anderes in der Nacht auf komplett unbeleuchteten Straßen zu fahren.
Links Lampe, rechts Fahrradcomputer, Rest Nacht.

Wenn ich irgendwann dann aber doch mal richtige Langstrecken fahren will, dann werde ich mich auch eingehender mit den Nachtfahrten beschäftigen müssen, ohne geht’s kaum. Aber mein größtes Hobby wird’s nicht …

Ich sehe seltsam aus. Der Blitz ist schuld. Oder so.

Hier noch der Track:

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it’s all about …

Seit geraumer Zeit mit einem schönen Trailer angekündigt, kommt der Film „it’s all about …“ demnächst in (wenige) Kinos. Am 21.05.2012 gibt es jeweils eine Vorführung in Berlin, Potsdam, Bochum, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hürth und München.
Ultra-Cycling, Mini-Aufführungen. Naja, ist wohl für die breite Masse kein sooo interessantes Thema. Leider.
Aber ich denke dennoch, dass ich mit ein paar Radlern aus Hamburg und Umgebung einen netten Kinoabend verbringen werde. :-)

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Nach der Challenge ist vor der Challenge

Noch ist die Zeit nicht ganz abgelaufen, aber das primäre Ziel der Ride Hard To Breathe Easy-Challenge habe ich bereits am vergangenen Wochenende erreicht: Im April 800 Kilometer Rad fahren.

Logo ©Strava

Jetzt bleibt mir also noch eine weitere Woche um das Ganze aufzurunden. Ob am Ende sogar etwas Vierstelliges drin ist? Die Wettervorhersage spricht aber eher dagegen.
Von sportlichen Überlegungen abgesehen, werde ich mal schauen, ob ich das dahinter stehende Projekt auch mit einer Spende unterstützen kann.
Im Mai geht’s dann gleich nahtlos weiter, diesmal soll man 2x die Kilometer der Tour Of California fahren.
Logo ©Strava

Dafür hat man den gesamten Mai Zeit. Das sind 2380 Kilometer, rechnerisch also 77 Kilometer pro Tag. Ich denke, diese Challenge werde ich nicht erfolgreich beenden. Aber wie immer: Ich sehe zu, dass ich so weit wie möglich komme.
Ach, zum Vergleich: Die Profis fahren die 1190 Kilometer in 8 Etappen, also durchschnittlich 149 Kilometer pro Tag …

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Rund um Halb-Hamburg

Gut, der Plan war mal wieder zu ambitioniert. Die für heute angedachte komplette Umrundung Hamburgs habe ich nicht geschafft. Aber für die Hälfte hat es dann doch gelangt. 130 km standen auf dem Tacho, als ich in Bergedorf in die S-Bahn nach Hause eingestiegen bin.
Wie eigentlich immer war ich glücklicherweise (körperlich) nicht komplett am Ende als ich „aufgab“. Es war der Kopf, der genug hatte.

Das erste Mal im Paris-Roubaix-Trikot

Zu Beginn lief es auch anders als geplant. Einige Kilometer vor Wedel, also fast am Anfang der Tour, hatte ich schon wieder einen Platten. Also, Ersatzschlauch und Werkzeug raus und schnell gewechselt. Leider nicht schnell genug, weil ich den neuen Schlauch gleich 3x aufpumpen musste: Beim Abnehmen des Luftpumpen-Schlauches vom Ventil habe ich gleich mal das ganze Ventil rausgedreht. Die Dichtung im Pumpen-Schlauch sitzt doch ziemlich straff. Und so habe ich die Fähre von Wedel über die Elbe nach Lühe um wenige Minuten verpasst.
Da fährt die Fähre ohne mich

Mist, ich muss umplanen ...

2 Stunden wollte ich dann doch nicht auf die nächste Fähre warten und so bin ich dann doch gleich wieder nach Hamburg gefahren, nach Teufelsbrück zum Fähranleger.
Großbetrieb auf der Elbe

Dort musste ich nur 10 Minuten auf die Hafenfähre warten, die mich rüber zum Rüschpark brachte. Weiter am Airbus-Werk vorbei, übers Estesperrwerk und durchs Alte Land zurück zum geplanten Track. Das waren ca. 15 Kilometer Umweg.
Weiter über Buxtehude und rein in die Harburger Berge. Sehr schön und mit ein paar Höhenmetern versehen – die Rosengartenstraße. Dann wurde es auch schon wieder flach, Hittfeld, kurze Pause mit 2 Laugencroissants & Mezzomix an einer Tankstelle, Stelle, Winsen/Luhe und in Geesthacht war ich wieder an der Elbe. Diesmal keine Fähre, sondern eine Brücke. Windig und eng. Kurzer Fotostopp und wildes rumgerechne, wann ich wohl zu Hause wäre, würde ich die noch ausstehenden 90 km fahren. 18:30-19h. Hui, relativ spät. Panne/Umweg/Warterei hatten mich schon relativ viel Zeit gekostet. Ich denke, ich habe auf der Brücke schon beschlossen, nur nach Bergedorf zur S-Bahn zu fahren …
Aber in Börsen habe ich es mir nicht nehmen lassen, noch ein paar wenige Höhenmeter einzusammeln. Ich hätte auch einfach weiter flach geradeaus nach Bergedorf fahren können.

Meine Klamottenwahl für den Tag war richtig:
– Wintermütze
– dünnes + dickes langärmeliges Shirt
– Paris-Roubaix-Trikot
– Windjacke
– kurze Radhose
– Knielinge
– dünne, kurze Socken,
– lange, dicke Strümpfe
– Schuhe
Belgian Booties (neue von GripGrab, schön warm. Haben aber keine Aussparung an der Ferse, mal schauen, wann die da kaputt gehen)

An der Streckenausarbeitung muss ich noch arbeiten. Zu lang war ich an zu großen Straßen mit zu viel Verkehr unterwegs. Das geht bestimmt besser.

Verpflegung:
– 2 Bananen
– 1 Fruchtriegel
– ca. 0,4l Wasser
– 2 Laugencroissants
– 0,33l Mezzomix
Für 6 Stunden vielleicht etwas wenig Flüssigkeit …

Und ich muss endlich, endlich was für meine Beweglichkeit tun. Unterlenker kann ich eigentlich gar nicht fahren, da zieht’s gleich im Nacken und im unteren Rücken. Da habe ich eh schon meine Probleme, so verstärkt sich das dann aber noch.

Das war jetzt der zweite gescheiterte Versuch, 200 km am Stück zu fahren. Einmal spielte die Technik nicht mit, einmal der Kopf. Mal schauen, was mir beim nächsten Mal passiert. ;-)

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23 großartige Zentimeter

Vor kurzem habe ich sie gekauft, heute hatte sie ihren ersten Einsatz. Meine Lezyne Pressure Drive M-Pumpe für unterwegs.

101 perfekte Gramm

Am Ende meiner heutigen Tour in die Blankeneser Berge

hatte ich 1 km vor zu Hause einen Platten. Eine kleine Scherbe hatte sich durch den fast nagelneuen Vittoria Rubino Pro gebohrt. Da ich aber immer mein Pannenset bei mir habe, konnte ich problemlos schnell den Schlauch wechseln. Und dann kam die Pumpe zum Einsatz. Die Bedienung ist etwas aufwändig, weil man erst einen Schlauch aus der Pumpe herausschrauben, diesen dann auf das Ventil schrauben und zuletzt wieder an die Pumpe schrauben muss.
Der Schlauch "versteckt" sich im Innern

Das „kostet“ Zeit, aber das Pumpen geht dann viel leichter als wenn man die Pumpe direkt auf das Ventil steckt und dabei meist auch noch fixieren muss. Das Pumpen selber geht dann sehr geschmeidig und der Reifen füllt sich ziemlich schnell. So soll es sein! Bis zu 8,3 bar soll man mit dieser Pumpe schaffen. Wenn ich 6,5-7 bar auf den Reifen bekomme, langt mir das aber vollkommen. Ich werde mal testen, ob man auch einen MTB-Schlauch vernünftig aufgepumpt bekommt, oder ob ich mir dafür das Schwestermodell mit mehr Volumen zulege.

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Über Ostern aufs Rad

Über Ostern habe ich 3 Tage für mich allein, die ich gerne zum Rad fahren nutzen will. Die Wetterbedingungen sind nicht sooo toll, wetteronline sagt derzeit für Karfreitag max. 9°C bei mittlerem Westwind (mit Böen), für den Samstag max. 3°C, Wind aus Nord (wieder mit Böen) und Schneeschauer und für Sonntag 7°C, eher trocken und wiederum mit Westwind an. Anfang April gab es bestimmt schon mal frühlingshafteres Wetter, aber was soll’s, so ist’s halt.
Diese Touren habe ich mir für diese Tage überlegt:

  • Am Freitag will ich endlich mal die Rund-um-Hamburg-Tour fahren. Ca. 200 km, komplett durch Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Ich fahre gegen den Uhrzeigersinn. Zweimal muss ich über die Elbe, zuerst werde ich die Fähre Wedel-Lühe nehmen, später dann über die Brücke in Geesthacht.
  • Am Samstag hatte ich noch bis gestern eine Tour zum Bungsberg angedacht. Der Bungsberg ist die höchste Erhebung Schleswig-Holsteins mit 168m. Das habe ich schon in der Grundschule im Heimat- und Sachkundeunterricht gelernt, aber meines Wissens war ich da noch nie oben. Von zu Hause aus wäre das aber auch wieder eine 200+ km-Tour, deshalb wollte ich mit der Bahn nach Kaltenkirchen fahren und von dort ca. 80 km bis zum Bungsberg fahren. Zurück waren wieder 80 km bis nach Großhansdorf zur U-Bahn geplant.
    Wegen der Wetteraussichten denke ich aber, dass ich lieber einige Runden in den Blankeneser Bergen drehen werde. Da ist’s windgeschützt und wenn ich keine Lust mehr habe, bin ich schnell wieder zu Hause.
  • Am Sonntag gibt’s wieder eine lange Tour. Ich fahre meiner Familie entgegen und „hangele“ mich dann entlang der A7 und A2 von Autobahnraststätte zu Autobahnraststätte. So, wie es da auf dem Bild zu sehen ist, sind’s 230 km. Irgendwann werde ich dann hoffentlich eingesammelt und dann geht’s im warmen Bus wieder nach Hause.
Routenplanung

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