400km Brevet – Der Plan

Die Familie macht nächste Woche Pauschalurlaub auf Mallorca, worauf ich keine Lust habe. Ein naheliegender Gedanke wäre ja, dass ich mit nach Mallorca fliege und dort Rad fahre. Aber das bekomme ich nicht hin – wenn ich mit der Familie im Kurzurlaub bin, dann will ich auch mit denen meine Zeit verbringen.
Also bleibe ich zu Hause, nehme mir ebenfalls Urlaub und gehe: Rad fahren! ;-)
Ich liebäugele ja schon lange mit Langstrecken. 200km bin ich mittlerweile schon fast regelmässig gefahren und an den 300km habe ich 2x gekratzt. Aus einem nicht nachvollziehbaren Grund will ich nächste Woche dann gleich mal auf 400km aufstocken.

400km Brevet
400km Brevet

Ganz schön viele Kilometer, ich bin gespannt, wie ich das hinbekomme. Ich würde das Ganze gerne in maximal 20 Stunden schaffen. Inzwischen ist die Nacht länger als der Tag, ich werde also einige Zeit mit Licht fahren müssen. In der Nacht gegen 0 Uhr wird gestartet, dann rund sieben Stunden durch die Dunkelheit und wenn’s gut geht, bin ich in der Abenddämmerung wieder zu Hause.
In Husum könnte ich eine Frühstückspause einlegen – da sollte sich morgens gegen 6 oder 7 Uhr hoffentlich ein Kaffee und ein Brötchen auftreiben lassen. Wenn ich in der Dunkelheit so schnell vorankomme …
Weiter durch Nordfriesland, kurz hinter Husum werde ich wohl auch einmal über den Deich schauen, um die Nordsee zu sehen. Weiter bis an die dänische Grenze. So verlockend Dänemark auch ist – ich werde dort wenden und weitere 200km nach Hause fahren. Es geht dann mitten durch Schleswig-Holstein, ich werde nicht dieselbe Strecke umgekehrt fahren.
Auf meinem GPS habe ich mehrere Bahnhöfe abgespeichert, damit ich problemlos nach Hause komme, falls ich das mit dem Rad nicht mehr schaffen sollte. Sei es, dass ich zu viele Pannen hatte (eher unwahrscheinlich), dass ich zu müde bin (wahrscheinlich) oder dass mich das Wetter zermürbt hat (wahrscheinlich).
Ich werde die Tour nur starten, wenn halbwegs trockenes Wetter angesagt ist. Bei einstelligen Temperaturen in der Nacht muss ich dann nicht auch noch nass werden, die Kühle reicht mir (neben der Dunkelheit) als Herausforderung.
Unklar bin ich mir noch wegen der Ausrüstung. Ich will mit dem Rennrad fahren und muss mal schauen, ob ich mit meiner Alles-was-ich-brauche-passt-in-die-Trikottaschen-Strategie hinkomme. Eigentlich müsste das klappen. Bei den Bildern vom diesjährigen London-Edinburgh-London (LEL) habe ich auch einige Fahrer gesehen, die nicht mehr dabei hatten, als ich bei meinen 200km-Touren. Wobei: Die hatten alle 50-100km eine Verpflegungsstation – die werde ich nicht haben. Ich habe Tankstellen und Bäckereien. Und zur Not Friedhöfe zum Auffüllen der Trinkflaschen …
Weil die Frage in einem Kommentar kam: GPS und Handy werde ich unterwegs mit Hilfe eines externen Akkupacks nachladen, ihr dürft also hinterher mit einem kompletten Track bei Strava rechnen und werdet wohl auch das ein oder andere Bild bei Instagram zu sehen bekommen.

Rennrad veloheld.icon
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Ich bin sehr gespannt, wie das Ganze wird und was ich hinterher darüber sagen werde. Ich werde berichten.

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1400 – 2017

Logo LEL

Der 19.09.2013 ist der Tag, der großen Einfluß auf mein Leben in den kommenden vier Jahren nimmt.

Warum? Darum:

„LEL 2017 – du bist dabei?“

Eine einfache, kleine Frage.
Und meine noch einfachere, kleine Antwort:

„Ja.“

Und was heisst das nun? Ich habe Markus zugesagt, dass ich im Sommer 2017 gemeinsam mit ihm am Start von London – Edinburgh – London (LEL) stehen werde. Kurz nach dem Start werde ich ihn dann aber nicht mehr sehen, Markus ist einfach deutlich schneller als ich. Aber das ist eigentlich gar nicht mehr wichtig, die Tour fährt eh jeder für sich allein.
Wichtig wird aber sein, dass wir uns im Vorfeld gegenseitig motivieren …

Wofür braucht’s eigentlich die Motivation? (Für die, die LEL noch nicht kennen.)
LEL ist ein Brevet für Radfahrer, bei dem es darum geht, innerhalb von 5 Tagen 1400 km zu fahren. Die Strecke führt ca. 700 km von London durch England und Schottland nach Edinburgh. Dort ist der Wendepunkt und es geht auf nahezu gleicher Strecke wieder zurück nach London. Unterwegs sind alle 50-100 km Kontroll- und Versorgungsstationen. Dort gibt es Essen und Schlafmöglichkeiten und es wird protokolliert, wann welcher Fahrer eintrifft. Bei der Austragung 2013 konnte man so online den Fortgang verfolgen. Mal schauen, was die Technik in 4 Jahren ermöglichen wird.

Die kommenden Jahre werde ich also (zeitweise) mit folgenden Themen zubringen:
– Training, körperlich
– Training, mental
– Material

Ich habe da noch eine Menge zu tun und zu lernen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

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